Sie sind hier:
rbbonline | Nachrichten | Wirtschaft


Der Berliner Wohnungskonzern GSW verschiebt seinen Börsengang. Als Grund nannte das Unternehmen am Mittwoch die aktuelle Unsicherheit an den Aktienmärkten.
Das Kapitalmarktumfeld habe sich signifikant verschlechtert, sagte ein GSW-Sprecher. "Es besteht bei potenziellen Investoren derzeit ein große Unsicherheit über die Zinsentwicklung in Europa - und diese ist für Immobilienwerte sehr relevant." Ursprünglich wollte die GSW am Freitag mehr als 28 Millionen Aktien an die Börse bringen. Ein neuer Termin dafür steht nicht fest.
Vor gut zwei Wochen hatte das Abgeordnetenhaus den lange umstrittenen Börsengang mit den Stimmen der rot-roten Koalition und der oppositionellen FDP gebilligt. Das früher landeseigene Unternehmen ist mit fast 50.000 Wohnungen der größte private Immobilienbesitzer in Berlin.
Trotz des verschobenen Börsengangs rechnet die Landesregierung mit den von der GSW zugesagten 30 Millionen Euro. "Wir gehen davon aus, dass die Summe am Montag eingeht", sagte ein Sprecher der Senatsfinanzverwaltung. Das Geld sei für die Genehmigung seitens des Landes, und die sei fristgerecht erfolgt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/wirtschaft/2010_05/GSW_verschiebt_Boersengang.html