22.05.2012

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Michael Horn, Foto: Caterina Rönnert

Tierpark Berlin

Michael Horn: Revierleiter im Bärenrevier

Im Bärenrevier ist viel los. Der kleine Fargo, ein Baribalbär hält seine Pfleger mit gerade mal fünf Monaten ganz schön auf Trab. Außerdem hat der Tierpark seltene Neuzugänge: Braune Hyänen. Jetzt ist der Tierpark der einzige Zoo im deutschsprachigem Raum, der alle drei Hyänenarten hält.

Von den Geparden zu den Bären
Horn ist seit 2003 Revierleiter im Bärenhaus. Nach seiner Ausbildung hat er dreizehn Jahre im Alfred-Brehm Haus mit anderen Raubtieren gearbeitet. Besonders die Geparden sind ihm dabei ans Herz gewachsen. Er erinnert sich gern an diese Zeit zurück. Doch auch im Bärenrevier fühlt sich der 34-Jährige wohl. Die tägliche Herausforderung und die Vielfalt bei der Arbeit mit den Bären machen ihm besonders Spaß. "Man ist viel an der frischen Luft und erlebt die Jahreszeiten intensiv mit." Das Gebirgsrevier ist ein weiterer Teil, den Horn betreut. Vor zwei Jahren wurde das künstliche Gebirge eröffnet. "Es ist ein tolles Gefühl, an etwas teilzuhaben, was es vorher so noch nicht gab."

Tierpfleger mit Brillenbär, Quelle: rbb

"Mein Vater hat alles daran gesetzt, dass ich kein Musiker werde"
Horn kommt aus einem Musikerhaushalt. Sein Vater war Berufsmusiker und oft nicht zuhause. Obwohl auch Michael Horn leidenschaftlicher Musiker war, entschied er sich für den Beruf des Tierpflegers. Schließlich hat er an seinem Vater gesehen, wie oft man als Musiker unterwegs sein muss. Heute hat er keine Zeit mehr für die Musik. "Wenn man Tierpfleger ist, dann ist man mit Leib und Seele dabei."

Michael Horn nimmt Kontakt zum Bären auf, Foto: Caterina Rönnert

Mit japanischen Tanzmäusen fing alles an
Horn ist mit Tieren groß geworden. Von Kaninchen über Meerschweinchen bis hin zu Exoten wie den japanischen Tanzmäusen, Horn wurde Experte im Züchten und Handeln. "So bin ich in den Zoohandel und hab mir mein Taschengeld aufgebessert", lächelt er.

Malaienbärbaby Dara, Quelle: RBB

"Man muss den Bären genau ins Gesicht schauen"
Die Bären faszinieren den Revierleiter besonders durch ihre unterschiedlichen Verhaltensmuster. Malaienbären sind zum Beispiel sehr sensibel, und sie suchen sich die Leute aus mit denen sie zusammen sein wollen, erklärt Michael Horn. Sie haben keine Barthaare, die sie aufsträuben können und keine Ohren zum Anlegen. "Man muss Bären genau beobachten, um zu erkennen, wie sie sich fühlen."

Dieser Text gibt den Sachstand vom 25.08.2010 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Bildergalerie

Bildergalerie

Kleiner Baribalbär, Quelle: rbb

Baribal-Junge Fargo

Der kleine Schützling von Michael Horn und zwei Bilder von den Braunen Hyänen. [Galerie]

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/panda/mitarbeiter/michael_horn_revierleiter.html

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